Unsuk Chin (1961)

Piano Concerto (1996-1997)

pour piano et orchestre

  • Informations générales
    • Date de composition : 1996 - 1997
    • Durée : 27 mn
    • Éditeur : Boosey & Hawkes, Londres
    • Commande: BBC National Orchestra of Wales
Effectif détaillé
  • soliste : piano
  • 2 flûtes (aussi 1 flûte piccolo), 2 hautbois (aussi 1 cor anglais), 2 clarinettes, 2 bassons, 2 cors, 2 trompettes, 2 trombones, tuba, 2 percussionnistes, timbales, harpe, mandoline, célesta, cordes [orchestre ou 2 par pupitre possible]

Information sur la création

  • Date : 6 June 1997
    Lieu :

    Royaume-Uni, Cardiff


    Interprètes :

    Rolf Hind : piano, BBC National Orchestra of Wales, direction : Mark Wigglesworth.

Note de programme

Dieses Konzert wurde im Winter 1996/97 im Auftrag der BBC für das BBC Orchestra of Wales komponiert.

Dieses Stück ist nach meinen drei ersten Etüden die zweite große Arbeit für das Klavier, ein Instrument, mit dem mich seit meinem vierten Lebensjahr eine große Affinität verbindet. Dieses Stück hat sicher viele Einflüsse aus allen Epochen der Klavierliteratur, von Scarlatti bis hin zu modernen Komponisten. Ich wollte aber vor allem die Aspekte Vitalität, Motorik und Virtuosität, kurz die spielerische Seite des Klaviers, herausstellen.

Der Klavierpart hat keinerlei Züge der romantischen Tradition, in der das Klavier brillante Solopassagen hat, während dem Orchester nur eine begleitende Funktion zukommt. Hier hat jede Orchesterstimme auch wichtige Funktionen.

Die vier Sätze haben sehr unterschiedlichen Charakter. Gemeinsam ist ihnen, daß keiner der Sätze eine streng vorgeplante Struktur hat. Alle entwickeln sich quasi spontan aus einer Keimzelle, wo einfache Regeln höchst komplexe unvorhersehbare Ergebnisse produzieren.
Der erste Satz: ein Vorspiel für das Ganze – zu Beginn gibt es vier verschiedene, auf Dreiklängen basierende Motive, die, ähnlich einem Puzzle, geometrisch zusammengesetzt werden. Diese Passagen werden unterbrochen von Klängen im Raum, die im Verlauf immer mehr an Dynamik und Gewicht gewinnen. Sie bestehen aus verschiedenen Schichten mit unterschiedlichen Rhythmen. Am Schluß wird ein früher vorgestellter Schlagzeugrhythmus vom Klavier übernommen und in eine virtuose Passage verwandelt, die sich in dem gesamten Tonumfang des Instruments verbreitert. Der Schluß stellt schließlich eine Metamorphose des Anfangs dar.

Der 2. Satz ist eine Klangfarbenkomposition mit virtuosem Zwischenspiel, das den Satz noch einmal unterteilt. Im ersten Teil werden sehr viele verschiedene bis ins Extreme verfeinerte Klangschichten zusammen- und gegenübergestellt. Das Zwischenspiel stellt einen bewegten Kontrast zu den statischen Klangflächen am Anfang und am Ende dar.

Im 3. Satz werden 30 total verschiedene Fragmente wie ein Patchwork hintereinander gesetzt, zwei immer wiederkehrende Tutti-Akkorde dienen als strukturierende "Säulen", die das Ganze zusammenhalten.

Der 4. Satz schließlich ist ein ca. 2 minütiger Orgelpunkt auf F als Fundament einer allmählichen Steigerung. Das Klavier hat sehr improvisatorisch klingende Passagen auf einem Ostinato. Allmählich konstituiert sich ein rhythmisches Muster in den Streichern, das schließlich den Ton F verläßt und in eine Passage mit wiederholten kurzen und verschachtelten Figuren mündet. Abgeschlossen wird der Satz durch eine quasi improvisatorische Kadenz von Klavier, Blechbläsern und Schlagzeug, gefolgt von einer sehr klassischen Coda.


  1. Il nous semble important de faire une distinction entre le Réalisateur en Informatique Musicale (RIM) qui contribue à la confection de la partie électronique d’une œuvre et le Musicien en charge de l’Électronique Live (MEL) qui n’a pas nécessairement participé à l’élaboration de cette partie électronique mais qui doit s’assurer de sa mise à jour et de son bon fonctionnement lors d’une performance (lire à ce sujet Plessas et Boutard, 2015). 

  2. Par convention, l’harmonique 1 (fréquence f0) correspond à la fondamentale du spectre. Pour un spectre harmonique, la fréquence de chaque composante spectrale vérifie la relation suivante: fn = n x f0. 

  3. Grisey a commis une erreur au niveau du premier intervalle: l’écart entre la fondamentale (mi0) et le second harmonique (mi1) est une octave, soit 24 quarts de ton et non 22 comme il est indiqué.