Johannes Schöllhorn (1962)

Anamorphoses (2001-2004)

pour ensemble

  • Informations générales
    • Date de composition : 2001 - 2004
    • Durée : 50 mn
    • Commande: Ensemble Ictus
Effectif détaillé
  • 1 clarinette, 1 clarinette basse, 1 cor, 1 trompette, 1 trombone, 1 tuba, 1 accordéon, 1 piano, 1 violon, 1 alto, 1 violoncelle, 1 contrebasse

Information sur la création

  • 1 February 2002, Belgique, Antwerpen, centre DeSingel, par Manuela Morgain et l’ensemble Ictus, direction : Georges-Elie Octors.

Titres des parties

Huit mouvements d’après L'Art de la fugue de Bach.
Les mouvements peuvent être joués seuls ou dans n'importe quelle combinaison.

  • Contrapunctus IV
  • Contrapunctus VI
  • Contrapunctus I
  • Contrapunctus IX
  • Contrapunctus XI
  • Variationen
  • Canon per augmentationem in contrario motu

Note de programme

Der Begriff Anamorphose bedeutet Gestaltwandlung, Verzerrung und wird in der Kunstgeschichte vor allem für Gemälde des Manierismus des 16. Jahrhunderts angewandt. Anamorphotische Gemälde zeigen, je nachdem, aus welcher Perspektive oder Richtung man sie betrachtet, ganz Verschiedenes in der Darstellung. So kann zum Beispiel in der Frontalansicht eine Landschaft, von einem schrägen Blickwinkel aus aber das Profil eines Menschen sichtbar werden. Ebenfalls können durch optische Hilfen, wie verspiegelte Zylinder oder Kegel, aus einem scheinbaren Gewirr von Farben und Formen plötzlich klare Gestalten hervortreten.
„Amamorphoses“ ist eine Sammlung von 7 Sätzen, die auf Kontrapunkten der Kunst der Fuge von Bach basieren, welche jeweils unter neuen kompositorischen Blickwinkeln betrachtet werden. Wie Bach sein sogetto in jedem Satz neu entwickelt und ganz nebenbei anderen muskalischen Formen wie der französischen Ouvertüre oder dem italienischen Konzert huldigt, so variieren in „Anamorhoses“ die musikalischen Kegel- und Zylinderspiegel der Bearbeitungstechniken und lassen daraus neue Farben, Stile und Formen hervorspringen.
„Anamorphoses“ entstand im Auftrag und für das Ensemble Ictus.

Johannes Schöllhorn.