Georg Friedrich Haas (1953)

« in iij noct. » (2001)

Quatuor à cordes n° 3

  • General information
    • Composition date : 2001
    • Duration : 35 mn
    • Editor : Universal Edition, nº UE 32339
    • Commande: Festival Klangspuren Schwaz et Transart Südtirol
Detailed formation
  • 1 violon, 1 violon II, 1 alto, 1 violoncelle

Creation information

  • Date : 14 September 2002
    Location :

    Italie, Franzensfeste, festival Klangspuren Schwaz


    Performers :

    quatuor Kairos.

Observations

Le concept sonore nécessite que les musiciens jouent à différents endroits de la salle

Program note

  <p>In seinem 3. Streichquartett ( <em>„In iij Noct.“</em> ) setzt Georg Friedrich Haas seine in den Kompositionen <em><i><a href="/works/work/20544/">Adolf Wölfli</a></i></em> und <em><i><a href="/works/work/20546/">in vain</a></i></em> begonnene Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Musizierens im Dunkeln fort. Dunkelheit wird hier aber nicht als vorübergehende Abwesenheit von Licht eingesetzt, sondern sie wird zum eigentlichen Thema des Werks: das gesamte Stück wird in völliger Finsternis gespielt, die MusikerInnen können weder ihre Noten noch ihre Mitspieler sehen, sie sitzen in größtmöglicher räumlicher Entfernung voneinander – z. B. um das Publikum herum in den vier Ecken des Aufführungssaales.</p><p>Gegen Ende des 3. Streichquartetts erklingt ein Gesualdo-Zitat, dem auch der Titel des Werks entnommen ist (aus den Responsorien: Feria V, Resp.VII).</p><p>Das 3. Streichquartett ist als Verbalpartitur komponiert, viele Details und Entscheidungen sind den InterpretInnen überlassen, die sich ausschließlich durch den Klang ihrer Musikinstrumente miteinander verständigen, sich gegenseitig zur Gestaltung bestimmter musikalischer Prozesse einladen, diese Einladungen dann entweder annehmen oder aber selbst wiederum zur Gestaltung eines anderen Prozesses einladen - und dabei immer selbst entscheiden, wie weit sie einen gemeinsamen Weg miteinander gehen wollen, bevor sie sich wieder zurückziehen.</p><p>Die Dauer des Stückes entscheidet sich erst während der Aufführung: Das Minimum beträgt 35 Minuten – es kann aber alles auch wesentlich länger andauern.</p><p><em>Georg Friedrich Haas.<br /></em></p>